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Der Umzug war eigentlich beschlossene Sache: Mietvertrag unterschrieben, Kaution überwiesen — und dann kommt alles anders. Ein neuer Job in einer anderen Stadt, eine Trennung, finanzielle Engpässe oder einfach kalte Füße. Plötzlich stellt sich die Frage: Kann ich aus diesem Mietvertrag noch heraus, bevor ich überhaupt eingezogen bin?

Schnell noch die Kündigung per WhatsApp tippen und morgen aufhören — das klingt nach einem Minijob, funktioniert aber rechtlich nicht. Ein Minijob ist arbeitsrechtlich kein Sonderfall: Er unterliegt denselben gesetzlichen Regeln wie jedes andere Beschäftigungsverhältnis, von der Schriftform über Kündigungsfristen bis hin zum Kündigungsschutz.

Der Kalender hat es heimlich geschafft: Die Kündigungsfrist ist abgelaufen, das Schreiben wurde nicht rechtzeitig abgeschickt — und jetzt läuft der Vertrag einfach weiter. Ob Arbeitsvertrag, Mietvertrag oder Mobilfunkvertrag: Die verpasste Kündigungsfrist gehört zu den häufigsten und folgenreichsten Missgeschicken im Vertragsrecht.
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