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Der Unterhaltstitel ist seit drei Jahren nicht angefasst worden — inzwischen verdient der unterhaltspflichtige Elternteil deutlich mehr, und die Düsseldorfer Tabelle wurde zweimal angepasst. Das Kind bekommt noch immer den alten Betrag. Genau für diese Situation gibt es rechtliche Werkzeuge: die einvernehmliche Neuurkunde beim Jugendamt und — wenn keine Einigung gelingt — die Abänderungsklage vor dem Familiengericht.

Der erste ausgefallene Monat wirkt noch harmlos. Doch Unterhaltsrückstände wachsen schnell — und mit ihnen die rechtlichen Folgen für den Schuldner. Wer seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt, setzt sich einer Kombination aus zivilrechtlicher Zwangsvollstreckung, einem Eintrag im Schuldnerverzeichnis und sogar strafrechtlicher Verfolgung nach § 170 StGB aus.

Der Trennungsbescheid liegt auf dem Tisch — und sofort taucht die Frage auf: Wie viel Unterhalt muss ich zahlen, und wie wird das eigentlich berechnet? Viele Betroffene unterschätzen, wie komplex diese Frage ist: Es gibt zwei völlig unterschiedliche Unterhaltsarten, mehrere Berechnungsschritte und einen gesetzlich geschützten Eigenbedarf, den niemand unterschreiten darf.
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