MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung)
Begutachtungsverfahren zur Eignungsprüfung nach Verlust der Fahrerlaubnis (Alkohol, Drogen, Verkehrsstrafen, 8+ Punkte) — Voraussetzung für die Wiedererteilung.
Die MPU wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn Zweifel an der Eignung bestehen. Häufigste Anlässe: Alkoholfahrt (BAK ≥ 1,6 ‰, bei Strafverfahren oft auch ab 1,1 ‰), Drogen, wiederholte Verkehrsverstöße, Punktestand-Erreichen.
Inhalt: medizinische Untersuchung (Blutwerte, Anamnese), psychologisches Gespräch (Auseinandersetzung mit der Tat, Verhaltensänderung). Erfolgsquote ohne Vorbereitung liegt erfahrungsgemäß unter 50 %.
Vorbereitung empfehlenswert: verkehrspsychologische Beratung, ggf. Abstinenznachweise (Haaranalyse, Urinkontrollen). Diese können je nach Anlass über mehrere Monate erforderlich sein.
Praxis-Hinweise
- MPU nicht "auf gut Glück" antreten — eine negative Begutachtung bleibt in der Akte und macht die nächste schwieriger.
- Abstinenz-Nachweis-Dauer früh planen: bei Alkohol oft 12 Monate, bei Drogen meist 12 – 18 Monate.
Konkret betroffen?
Wir prüfen Ihren Bußgeldbescheid oder Anhörungsbogen kostenlos — anwaltliche Erstbewertung in 24 Stunden.
Bescheid jetzt prüfen lassen